Die AFF-Ausbildung ist die beliebteste Ausbildungsmethode für angehende Fallschirmspringer. „AFF“ steht für „Accelerated Free Fall“, auf deutsch „Beschleunigte Freifallausbildung“. Entwickelt wurde das Ausbildungsystem in den 90er Jahren, um Laien so schnell wie möglich zu vollwertigen Springern zu machen. Anders als bei der konventionellen Ausbildung springen die Schüler bereits ab dem ersten Sprung mit zwei Lehrern aus 4.000m mit voller Freifallzeit. Der Fallschirm wird dabei nicht von einer Aufziehleine automatisch geöffnet, sondern muss eigenhändig aktiviert werden.

Auf dieser Seite, erfährst Du mehr über die Geschichte dieser Ausbildungsform sowie die Details der einzelnen Lernstufen. Eine AFF-Ausbildung kann fast jeder machen, der körperlich einigermaßen fit ist und nicht unter schweren Herzerkrankungen leidet.


  • normale Fitness und Beweglichkeit
  • Mindestalter 14 Jahre (unter 18 nur mit Einverständnis der Erziehungsberechtigten)
  • haus- oder sportärztliches Tauglichkeitsattest
  • keine schwerwiegenden/akuten Erkrankungen

 

  • Kompletter AFF-Kurs: 1300€ – 1500€
  • AFF-Schnupperkurs: 369€ (kompletter 2-tägiger Theoriekurs + AFF Level 1)

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Das Konzept

Anders als bei der konventionellen Ausbildung werden die Schüler bei der AFF-Ausbildung nicht an einer Aufziehleine aus dem Flugzeug geworfen. Gleich beim ersten Sprung springt der Schüler gemeinsam mit zwei Lehrern aus 4.000m Höhe. Einer der ersten, der durch diese Methode das Springen lernte, war der US-Showmaster Johnny Carson. Am 5. Juli 1968 absolvierte er seinen ersten Freifallsprung ohne vorher einen automatischen Sprung gemacht zu haben. Stattdessen sprang der erfahrene Fallschirmspringer Bob Sinclair gemeinsam mit Johnny ab und hielt ihn während des gesamten Sprunges fest. „Buddy System“ nannte man damals diese Ausbildungsmethode. Trotz des erfolgreichen Absprungs hörte man anschließend viele Jahre lang nichts mehr von dieser neuen Ausbildungsmethode.

Erst 1981 konnte der Amerikaner Ken Coleman ein ausgereiftes Konzept entwickeln und die AFF-Ausbildung zu einer durch die USPA (amerikanischer Fallschirmsportverband) anerkannten Ausbildungsmethode machen. Im Jahr 1985 wurde diese Ausbildungsform dann auch in Deutschland offiziell vom Bundesministerium für Verkehr anerkannt. Seitdem erfreut sich die AFF-Ausbildung wachsender Beliebtheit.

Die AFF-Ausbildung besteht grundsätzlich aus insgesamt zwei Tagen Theorieunterricht und sieben Fallschirmsprüngen. In den zwei Tagen Theorieunterricht (inkl. Bodenübungen) lernen die angehenden Fallschirmspringer die Grundregeln der Aerodynamik, die richtige Körperposition, Grundregeln des Fallschirmfliegens, die Funktionsweise der Ausrüstung, Grundprinzipien des Fallschirmpackens und sogar Luftrecht. Doch wird nicht nur gelesen – im sogenannten Hänger (ein von der Decke hängendes Fallschirmgurtzeug) wird das Fliegen unter dem Fallschirm und das Bekämpfen von Fehlöffnungen geübt. Auf dem Boden werden Trockenübungen zur Freifallhaltung gemacht. Auch der berühmte „Landefall“ wird durch einen Sprung von der Tischkante simuliert. Jegliche Ausrüstungsgegenstände werden auf dem Sprungplatz gestellt.


  • Helm
  • Sprungbrille
  • Höhenmesser
  • Kombi/Anzug
  • Fallschirm inkl. Reservefallschirm und AAD
  • Funkgerät (für Anfänger)

  • bequeme Kleidung
  • am besten Sportschuhe
  • Schlafsack (wenn man dort übernachten will)
  • Knabberzeug und was zum Trinken

Ich empfehle, zumindest für die beiden Tage Theorieunterricht auf dem Sprungplatz zu übernachten. So hat man die Möglichkeit, sich voll und ganz auf das Fallschirmspringen zu konzentrieren. Abends bieten sich gute Gelegenheiten, mit den Schülern und Lehrern zu plauschen – eine tolle Gelegenheit, neue Freunde zu finden! Nach den zwei Tagen am Boden geht es dann auch schon ab in die Luft.

Die Sprünge

Die AFF-Ausbildung besteht aus 7 Sprüngen mit jeweils definierten Lernzielen. Werden die Lernziele eines Sprungs beim ersten Versuch nicht erreicht, wird der Sprung in der Regel wiederholt. Da ein Gespräch im freien Fall aufgrund der lauten Windgeräusche nicht möglich ist, kommunizieren Schüler und Lehrer durch eindeutige Handzeichen miteinander. Jeder Sprung wird vorher am Boden ausführlich „gebrieft“ (geplant/besprochen). Vor dem Sprung werden noch einmal die Handzeichen geübt und der Ablauf des Sprungs am Boden simuliert. Je besser der Schüler den Sprungablauf verinnerlicht hat, desto mehr hat er beim Sprung den Kopf dafür frei, sich auf eine möglichst gute Durchführung der Aufgaben zu konzentrieren.

Wer möchte, kann vor der Ausbildung noch einen Tandemsprung machen. So weiß man bereits vor dem ersten „Solo“-Sprung, was einen so ungefähr erwartet. Auf manchen Sprungplätzen ist ein erster Tandemsprung sogar Teil der Ausbildung. Das AFF-Programm gliedert sich in sieben aufeinander aufgebaute Lernstufen. Um einen Sprung zu bestehen und zum nächsten Level zu gelangen, muss man die vorher festgesetzten Lernziele erreichen. Die ersten drei  Levels der AFF-Ausbildung werden mit zwei Lehrern absolviert, die letzten vier Sprünge dann nur noch mit einem. Die Absprunghöhe liegt bei allen Levels auf 4.000m Höhe. Bei allen Sprüngen der AFF-Ausbildung werden die Schüler nach dem Freifall während der Schirmfahrt per Funk von einem „Bodenlehrer“ begleitet und dirigiert. Dies garantiert, dass der Schüler sicher und wohlbehalten am richtigen Ort landet.

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AFF-Level 1

AFF-Level 1

Level 1 bezeichnet den ersten Sprung der AFF-Ausbildung. Für den Schüler ist dies sicherlich einer der aufregensten und wichtigsten Momente seiner Springerkarriere. Niemand vergisst den Moment, an dem er zum ersten Mal fast allein aus einem Flugzeug gesprungen ist. Der AFF Level 1 dient dazu, den Schüler an den freien Fall zu gewöhnen. Der Sprung wird mit zwei Lehrern durchgeführt, die den Schüler während des gesamten Sprungs festhalten. Da der Sprung zur Gewöhnung dient, halten sich Aufgaben auch in Grenzen.

AFF-Lehrer: 2 Lehrer, die den Schüler während des Sprungs feshalten.

Absprunghöhe: bei allen Sprüngen in der Regel 4.000m über Grund

Aufgaben:
  • Lernziel: Gewöhnung an den freien Fall, Erlernen einer stabilen Freifallhaltung, Höhenkontrolle
  • Beobachtungskreis (circle of awareness): Schüler checkt die Höhe und gibt beiden Lehrern (rechts und links) ein Zeichen, dass es losgehen kann. Dies zeigt den Lehrern, dass der Schüler bei Sinnen ist und bereit, Anweisungen im freien Fall umzusetzen. Wenn die Lehrer ihr O.K.-Zeichen geben, kann es mit den ersten Übungen losgehen. Es kann gut sein, dass die Körperhaltung zu Anfang noch nicht perfekt ist und der Schüler leicht wackelt oder driftet. Aber keine Sorge: die beiden erfahrenen AFF-Lehrer lassen beim ersten Sprung niemals los, egal was passiert.
  • Grundübungen: stabile Position (Hohlkreuz oder auch „Arch-Position“) einnehmen, 3x das Öffnen des Fallschirms simulieren (koordinierte, symetrische Armbewegung), wobei ein Arm nach hinten zum Aufziehgriff, der andere vor den Kopf wandert. Wichtig für einen stabilen Freifall ist Symmetrie. Jede Bewegung auf der einen Seite muss mit einer Gegenbewegung auf der anderen Seite ausgeglichen werden. Ansonsten fliegt man so instabil wie ein Flugzeug mit nur einem Flügel.
  • Laufende Übung: während des gesamten Sprungs müssen alle 3-4 Sekunden die Höhe und die Körperausrichtung gecheckt werden. Höhenkontrolle ist einer der wichtigsten Punkte im Fallschirmsport, denn Höhe ist gleich Zeit – und Zeit gibt Sicherheit. Hier passen die Lehrer ganz besonders auf. Wichtiger als eine perfekte Körperposition ist zu Anfang die ständige Höhenkontrolle und die stetige Kommunikation mit dem Lehrer.
  • Letzte Aktion: 2000m (Signal „Kopfschütteln“ durch den Schüler)
  • Öffnungsphase: Abwinken und Fallschirm öffnen zwischen 1800-1500m Höhe, Zählen bis 4 (1000, 2000, 3000, „Checktausend)“ – nach diesen 4 Sekunden sollte sich der Fallschirm vollständig geöffnet haben)
  • Nach der Öffnung: Funktionsfähigkeit der Kappe prüfen, Orientierung, Vorbremsen lösen und die Steuerschlaufen in die Hand nehmen, nach Hause fliegen.


AFF-Level 2

AFF-Level 2

Mit Bestehen des ersten Sprungs hat der Schüler gezeigt, dass er halbwegs stabil fallen und Anweisungen umsetzen kann. Bei AFF-Level 2 lernt der Schüler nun die ersten Freifall-Manöver.

Anzahl der Lehrer: 2 Lehrer

Absprunghöhe: 4.000m

Aufgaben:
  • Lernziel: Erlernen erster Freifallmanöver,  Verbesserung des Körpergefühls und der Körperhaltung, Erlernen leichter Vorwärtsfahrt
  • Beobachtungskreis (circle of awareness): Schüler checkt die Höhe und gibt beiden Lehrern (jeweils rechts und links) ein Zeichen, dass es losgehen kann.
  • Grundübungen: 90-Grad-Rechtsdrehung, Stop, Höhe checken, 90-Grad-Linksdrehung, Stop, Höhe checken
  • Weitere Übungen: Ausrichtung/Körperhaltung, Höhe checken, auf Anweisung der Lehrer 5 Sekunden die Unterschenkel strecken (erzeugt leichte Vorwärtsfahrt), Stop, Körperhaltung überprüfen und Höhenmesser kontrollieren
  • Letzte Aktion: 2000m (Signal „Kopfschütteln“ durch den Schüler)
  • Öffnungsphase: Abwinken und Fallschirm öffnen zwischen 1800-1500m, Zählen bis 4 (1000, 2000, 3000, „Checktausend)“, nach diesen 4 Sekunden sollte sich der Fallschirm vollständig geöffnet haben
  • Nach der Öffnung: Funktionsfähigkeit der Kappe prüfen, Orientierung, Vorbremsen lösen und Steuerschlaufen in die Hand nehmen, nach Hause fliegen


AFF-Level 3

AFF-Level 3

Bei AFF-Level 3 wird der Schüler zum ersten Mal im freien Fall losgelassen. Dieser Sprung macht besonders viel Spaß!

AFF-Lehrer: 2

Absprunghöhe: 4.000m

Aufgaben:
  • Lernziel: Selbstständiges Halten einer stabilen Körperposition ohne Hilfe der Lehrer
  • Beobachtungskreis (circle of awareness): Schüler checkt die Höhe und gibt beiden Lehrern (jeweils rechts und links) ein Zeichen, dass es losgehen kann.
  • Grundübungen: stabile Körperposition beibehalten, beide Lehrer lassen den Schüler los (bleiben aber dicht dran), Ziehen des Fallschirms vortäuschen, inkl. ausgleichender Armbewegung
  • Weitere Übungen: alle 3-5 Sekunden Höhe checken und Position überprüfen
  • Notanweisung: wird der Schüler länger als 5 Sekunden instabil, muss er den Fallschirm öffnen
  • Letzte Aktion: 2000m (Signal „Kopfschütteln“ durch den Schüler)
  • Öffnungsphase: Abwinken und Fallschirm öffnen zwischen 1800-1500m, Zählen bis 4 (1000, 2000, 3000, „Checktausend)“, nach diesen 4 Sekunden sollte sich der Fallschirm vollständig geöffnet haben
  • Nach der Öffnung: Funktionsfähigkeit der Kappe prüfen, Orientierung, Vorbremsen lösen und Steuerschlaufen in die Hand nehmen, nach Hause fliegen


AFF-Level 4

AFF-Level 4

Ab AFF-Level 4 springt der Schüler nur noch mit einem Lehrer aus dem Flugzeug. In Level 4 macht der Schüler seine ersten Freifallmanöver, ohne dabei von einem Lehrer festgehalten zu werden.

AFF-Lehrer: 1

Absprunghöhe: 4.000m

Aufgaben:
  • Lernziel: Selbständiges Durchführen von Drehbewegungen und optional Vorwärtsbewegung (wenn die Zeit reicht)
  • Beobachtungskreis (circle of awareness): Schüler checkt die Höhe und gibt beiden Lehrern (jeweils rechts und links) ein Zeichen, dass es losgehen kann.
  • Grundübungen: 1x koordinierte Aufziehbewegung (simulieren einer Fallschirmöffnung), danach 90-Grad-Drehung hin zum Lehrer (Blickkontakt), Stop, Höhe kontrollieren, 90-Grad Drehung zurück in die Startposition, Stop, Höhe kontrollieren
  • Weiter Übungen: wenn die Zeit reicht, streckt der Schüler 5 Sekunden lang seine Beine aus, um eine Vorwärtsfahrt zu erzeugen (Flash-/Track-Position), dann Stop, Höhe checken, alle 3-5 Sekunden Höhe und Ausrichtung kontrollieren
  • Notanweisung: wird der Schüler länger als 5 Sekunden instabil, so öffnet er den Fallschirm
  • Letzte Aktion: 2000m (Signal „Kopfschütteln“ durch den Schüler)
  • Öffnungsphase: Abwinken und Fallschirm öffnen zwischen 1800-1500m, Zählen bis 4 (1000, 2000, 3000, „Checktausend)“, nach diesen 4 Sekunden sollte sich der Fallschirm vollständig geöffnet haben
  • Nach der Öffnung: Funktionsfähigkeit der Kappe prüfen, Orientierung, Vorbremsen lösen und Steuerschlaufen in die Hand nehmen, nach Hause fliegen


AFF-Level 5

AFF-Level 5

Bei AFF-Level 5 macht der Schüler seine erste 360-Grad-Drehung und lernt, rückwärts zu fliegen.

AFF-Lehrer: 1

Absprunghöhe: 4.000m

Aufgaben:
  • Lernziel: Verbessern der Manövrierfähigkeit, selbständiges Durchführen von 360-Grad-Drehungen, üben der Vorwärtsbewegung
  • Beobachtungskreis (circle of awareness): Schüler checkt die Höhe und gibt beiden Lehrern (jeweils rechts und links) ein Zeichen , dass es losgehen kann.
  • Grundübungen: 1x simulieren einer Fallschirmöffnung (koordinierte Aufziehbewegung), dann Ausrichtung beibehalten, Lehrer fliegt vor den Schüler (Blickontakt), auf Zeichen des Lehrers vollführt der Schüler eine 360-Grad-Drehung nach links, dann stoppen, Höhe checken, Blickontakt zum Lehrer, auf OK-Zeichen vom Lehrer 360-Grad-Drehung nach rechts, Stop, Höhe checken
  • Weitere Übungen: Lehrer bewegt sich einige Meter rückwärts, der Schüler folgt durch Einleiten einer Vorwärtsbewegung (Unterschenkel/Beine strecken) – nur wenn die Zeit reicht
  • Notanweisung: wird der Schüler länger als 5 Sekunden instabil, so öffnet er den Fallschirm
  • Letzte Aktion: 2000m (Signal „Kopfschütteln“ durch den Schüler)
  • Öffnungsphase: Abwinken und Fallschirm öffnen zwischen 1800-1500m, Zählen bis 4 (1000, 2000, 3000, „Checktausend)“, nach diesen 4 Sekunden sollte sich der Fallschirm vollständig geöffnet haben
  • Nach der Öffnung: Funktionsfähigkeit der Kappe prüfen, Orientierung, Vorbremsen lösen und Steuerschlaufen in die Hand nehmen, Selbständiges Landen ohne Funkunterstützung


AFF-Level 6

AFF-Level 6

Bei AFF-Level 6 springt der Schüler vom Flugzeug ab, ohne dabei vom Lehrer festgehalten zu werden (Frei-Solo-Exit).

AFF-Lehrer:1

Absprunghöhe: 4.000m

Aufgaben
  • Lernziel: Vom Flugzeug abspringen ohne dabei gehalten zu werden, Durchführung eines Saltos, erlernen der schnellen Vorwärtsbewegung (Tracking)
  • Absprungart: Solo-Absprung des Schülers auf Kommando des Lehrers (Ready, Set, Go!) in Flugrichtung
  • vereinfachter Beobachtungskreis (circle of Awareness): Ausrichtung checken (wo bin ich? wo ist der Lehrer?), Höhenkontrolle
  • Grundübungen: 1x Salto rückwärts, Stop, Ausrichtung und Höhe checken, 5 Sekunden die Tracking-Position einnehmen, Stop, Höhenmesserkontrolle, 180-Grad-Drehung in eine Richtung freier Wahl, Stop, Ausrichtung checken, Höhe checken
  • Notanweisung: wird der Schüler länger als 5 Sekunden instabil, so öffnet er den Fallschirm
  • Letzte Aktion: 2000m (Signal „Kopfschütteln“ durch den Schüler)
  • Öffnungsphase: Abwinken und Fallschirm öffnen zwischen 1800-1500m, Zählen bis 4 (1000, 2000, 3000, „Checktausend)“, nach diesen 4 Sekunden sollte sich der Fallschirm vollständig geöffnet haben
  • Nach der Öffnung: Funktionsfähigkeit der Kappe prüfen, Orientierung, Vorbremsen lösen und Steuerschlaufen in die Hand nehmen, Selbständiges Landen ohne Funkunterstützung


AFF-Level 7

AFF-Level 7

AFF-Level 7 ist der krönende Abschluss deiner AFF-Ausbildung! Hier kannst Du noch einmal alles zeigen, was Du bei den letzten Sprünge gelernt hast!

AFF-Lehrer 1:

Absprunghöhe: 4.000m

Aufgaben:
  • Lernziel: Der Schüler zeigt, dass er grundlegende Manöver des freien Falls sicher durchführen kann, die Höhenkontrolle im Griff hat und sicher und selbständig mit dem Fallschirm landen kann
  • Absprungart: Dive Exit des Schülers (Hechtsprung mit dem Kopf voran) entgegen der Flugrichtung
  • vereinfachter Beobachtungskreis (circle of Awareness): Ausrichtung checken (wo bin ich? wo ist der Lehrer?), Höhenmesserkontrolle
  • Grundübungen: 1-2 Rückwärtssalti bis maximal 2500m (Höhengrenze), nach jedem Salto kurz stabilisieren, Ausrichtung checken, Höhe checken, dann ein bis zwei 360-Grad-Drehungen nach jeweils rechts und links bis 2000m, nach jeder Drehung kurz stabilisieren, Ausrichtung und Höhe checken, Tracking-Position einnehmen und 5 Sekunden geradeaus fliegen, bei 1500m abbremsen und neutrale Lage einnehmen
  • Normales Abwinken und Schirmöffnung bei 1500m
  • Öffnungsphase: Abwinken und Fallschirm öffnen zwischen 1800-1500m, Zählen bis 4 (1000, 2000, 3000, „Checktausend)“, nach diesen 4 Sekunden sollte sich der Fallschirm vollständig geöffnet haben
  • Nach der Öffnung: Funktionsfähigkeit der Kappe prüfen, Orientierung, Vorbremsen lösen und Steuerschlaufen in die Hand nehmen, Selbständiges Landen ohne Funkunterstützung