Indoor Skydiving oder auch Bodyflying ist fast dasselbe wie Fallschirmspringen – nur ohne Fallschirm und ohne Flugzeug. In einem Windkanal werden Windgeschwindigkeiten zwischen 200 km/h und 268 km/h erzeugt. Dies ermöglicht den Bodyflyern, in einem Luftstrom wie bei einem Fallschirmsprung zu fliegen. Der Windtunnel ist eine tolle Möglichkeit für Neulinge, das Fallschirmspringen kennen zu lernen, und für erfahrene Springer ein Mittel, die eigenen Fähigkeiten auszubauen. Während im Winterhalbjahr draußen der Sprungbetrieb ruht, nutzen auch viele Lizenzspringer den Windkanal. Fliegen im Windtunnel ist eine Mischung aus Adrenalin, Spaß und Freiheit. In Deutschland fährt man am Besten zum Indoor Skydiving nach Bottrop, alternativ steht auch der Tunnel in Prag zur Verfügung.

Bodyflyer
Bodyflying: Ein großer Spaß!

Der bis zu 268 km/h schnelle Windstrom ermöglicht es dem Bodyflyer, unter realistischen Bedingungen zu fliegen. Profis schätzen die realistischen Trainingsbedingungen. Das Fliegen im Windtunnel erfordert keine langwierige Ausbildung oder sonstige Vorkenntnisse. Jeder darf es erleben. Einsteiger werden bei ihren ersten Flügen von einem Instruktor begleitet. Dieser bringt Dir grundlegende Flugmanöver bei und passt auf Dich auf.

Der Luftstrom wird dabei je nach Gewicht und Flugstil für jeden Teilnehmer individuell eingestellt. Während des gesamten Flugs sitzt ein Controller hinter einer Glaswand und kontrolliert den Windtunnel. Dadurch kann der Luftstrom allen Bedürfnissen jederzeit individuell angepasst und im Notfall auch sofort ausgeschaltet werden. Aber keine Sorge: Bodyflying ist äußert sicher. Ein einzelner Flug dauert in der Regel 60 Sekunden, dann wird abgewechselt. Sind die anderen fertig, darfst auch Du wieder in den Wind.

Man mag es sich nicht vorstellen, aber Windtunnel-Fliegen ist viel anstrengender als gedacht! Für den Anfang, sollte man pro Tag nicht mehr als 30 Minuten fliegen, denn der Muskelkater ist vor allem für Neulinge vorprogrammiert! Dies liegt daran, dass man beim Fliegen eher selten genutzte Muskelgruppen nutzt. Nach einigen Trainingseinheiten sind Deine „Flugmuskeln“ dann aber besser trainiert und Du kannst auch längere Sessions in Angriff nehmen.

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Wer kann fliegen?

Grundsätzlich kann jeder fliegen, der körperlich halbwegs fit ist und Spaß an der Sache mitbringt.

  • Mindestalter 4 Jahre, unter 18 nur mit Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten
  • Menschen die unter Rücken, Schulter – oder Bandscheiben-Problemen leiden, sollten vor dem Fliegen ihren Arzt konsultieren
  • maximales Körpergewicht: 120 kg
  • keine Schwangeren
  • kein Alkohol und Drogeneinfluss während des Fluges
  • gefährliche Herzkrankheiten, Herzschrittmacher oder Schlaganfall sind ein Auschlusskriterium
  • keine akuten Verletzungen

Was soll ich anziehen?

Grundsätzlich braucht man keine besonders Kleidung, um am Bodyflying teilzunehmen. Ausrüstungsgegenstände wie Kombi, Helm und Brille werden vor Ort gestellt.

  • bequeme Kleidung mit ausreichend Freiraum
  • bequeme, eher sportliche Schuhe
  • Brillen und Kontaktlinsen sind kein Problem
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Was ist ein Vertikalwindtunnel?
Bei einem Vertikalwindtunnel, kurz VWT, handelt es sich um einen Windkanal, der in der heutigen Zeit überwiegend Fallschirmspringern als Trainingsanlagen dient. Das im Freizeit- und Sportbereich eingesetzte System verfügt über eine Messstrecke ( Flugkammer ) die vertikal verläuft.

Anfangs dienten Vertikalwindtunnel in erster Linie der Luftfahrtforschung und wurden als sogenannte Trudeltürme eingesetzt. Seit den 60er Jahren entwickelte sich ausgehend vom Fallschirmsport und der stetigen technischen Weiterentwicklung eine neue Extremsportart, die in vertikalen Windkanälen durchgeführt wird: Das Bodyflying, was auch als Indoor – Skydiving bekannt ist.

Alleine durch die Kraft der Luftströmung ist es in einem Vertikalwindtunnel möglich zu fliegen, ein Fallschirm, Flugzeug oder andere Hilfsmittel werden nicht für den Flug benötigt. Mit einer durchschnittliche Geschwindigkeiten von etwa 180 km/h bis 200 km/h strömt die Luft in das vertikale Tunnelsystem, was in etwa der Fallgeschwindigkeit entspricht, die ein menschlicher Körper im freien Fall in Bauchlage erreicht.
Indoor Skydiving, Freifallsimulator oder als Bodyflyinghalle werden Vertikalwindtunnel häufig bei Sportlern genannt.

Vertikalwindtunnel – Systeme
Ein Vertikalwindtunnel besteht aus Diffusoren, die für eine turbulenzfreie und lärmarme Strömung der Luft sorgen, einer Düse, welche den Luftstrom erzeugt, der eigentlichen Flugkammer und aus einem oder auch mehreren Gebläsen, die für die Luftströmung zuständig sind.

Bei Vertikalwindtunnel kann zwischen zwei Grundsystemen unterschieden werden, bei welchen die Luftströmung im Tunnel unterschiedlich geführt wird:

1. Geschlossene Vertikalwindtunnel
Die Luft wird in einer ringförmigen Luftführung rezirkuliert. Die Luftströmung wird vom Diffusor immer wieder neu in den Kanal zugeführt. Besonders vorteilhaft bei geschlossenen Systemen ist, das sie ganzjährig genutzt werden können. Zudem besitzen sie meist einen relativ geringen Schallpegel sowie eine gute Energieeffizienz. Im Gegensatz zu anderen Systemen ist der erzeugte Luftstrom im geschlossenen VWT turbulenzfrei.
Ein geschlossener Vertikalwindtunnel befindet sich beispielsweise in Bottrop im Ruhrgebiet. Dort können Laien das ganze Jahr über frei von Höhenangst das unglaubliche Gefühl des freien Fluges erleben.

2. Offene Vertikalwindtunnel
Sie funktionieren nach einen Ausstoß- und Ansaugprinzip ( Open – flow ). In Arizona, Eloy, USA steht z.B. der SkyVenture als offenes Vertikaltunnelsystem. Die Luftführung ist hier nach beiden Seiten offen. Die Luft wird aus der Umgebung angesaugt, durch die Flugkammer gepresst und am anderen Ende der Kammer wieder ausgestoßen. Da diese Anlagen von der Bauweise her nur wetterabhängig betrieben werden können, ist teilweise die Nutzung bei schlechtem Wetter und insbesondere niedrige Temperasturen nicht möglich.

3. Sonstige Bauarten
Teilweise sind auch stationäre und transportable Anlagen zu finden. Der Luftstrom wird durch einen Propeller erzeugt, wodurch dieser wesentlich geringer ausfällt, als in Vertikalwindtunnel mit klassischer Bauweise. Deshalb muss hier der Sportler einen weiten Flugkombi tragen, damit ein Flug in einer solchen Anlage möglich ist.

Sicherheit
Das Fliegen in einem Vertikalwindkanal ist ungefährlich und auch Menschen, die unter Höhenangst leiden, können dort das Gefühl des freien Falls erleben, ohne sich tatsächlich in großer Höhe befinden zu müssen. Je nachdem, wieviel Erfahrung der Sportler beim Flug mitbringt, fliegt der Körper wenige Zentimeter bis Meter hoch, und das über einem sicheren Fangnetz. Die genutzte Luftgeschwindigkeit wird speziell auf den Sportler angepasst, je nach Können und variiert zwischen 180 und 200 km/h.

Geschichte

Zu Beginn der 30er Jahre entstanden die ersten Vertikalwindtunnel und wurden damals für die Luftfahrtforschung genutzt. Im Berliner Ortsteil Adlershof kann man noch heute das Gebäude eines der ersten Trudeltürme von damals besichtigen. Mit der Konstruktion eines Vertikalwindtunnels, der auch für den menschlichen Flug geeignet war, wurde in Amerika, in der Wright Patterson Air Force Base, Dayton, Ohio begonnen. Der Luftstrom wurde durch einen Propeller erzeugt, der einen Durchmesser von 16 Fuß aufwies und angetrieben wurde von einem 1000 PS straken Elektromotor. Im Jahr 1964 erfolgte der erste menschliche Flug in der Flugkammer, die einen Durchmesser von 12 Fuß hatte, durch einen ambitionierten Fallschirmspinger und damaliger Mitarbeiter des Apollo – Programms. Seit Anfang der 70er Jahre wurde dann regelmäßig in der Wright Patterson Air Force Base von dem Präzisionsfreifallteam der amerikanischen Streitkräfte, damals bekannt als “ The Golden Knights „, trainiert.

Schon bald darauf, im Jahr 1979 meldete Jean St. Germain in Kanada ein Patent auf einen Freiflugsimulator an, der nicht der bekannten und klassischen Bauweise entsprach.
Im Jahr 1982 eröffnete dann der erste Vertikalflugkanal in Las Vegas, der auch für kommerzielle Zwecke genutzt werden konnte. Erst spät in den 90er Jahren wurden vertikale Windkanäle vermehrt gebaut. Seither sind weltweit etwa 20 klassische Vertikalwindkanäle für den Freizeitsport eröffnet worden. In Bottrop steht der Vertikalflugkanal mit der weltweit größten Flugkammer, die eine Höhe von 17 Metern besitzt.

Bodyflying

Die Kunst, den menschlichen Körper kontrolliert in der Luft zu bewegen, wird als Bodyflying bezeichnet. Wörtlich übersetzt bedeutet Bodyflying soviel wie „Körper – Fliegen „. Während der Begriff ursprünglich mit dem Fallschirmspringen in Verbindung gebracht wurde, da es sich um eine Trainingsmethode für den idealen Fallschirmsprung handelt, hat sich im Laufe der Zeit daraus eine völlig neue, eigenständige Extremsportart entwickelt.

Die Strömungsgeschwindigkeit der Luft, die in einem Vertikalwindtunnel herrscht, entspricht in etwa der eines Menschen, der sich im freien Fall befindet. Bei den meisten, modernen vertikalen Windkanälen kann diese Luftgeschwindigkeit individuell auf das Körpergewicht der Sportler angepasst werden, was zusätzlich für eine besonders turbulenzarme Strömung der Luft im Kanal sorgt.

Mithilfe von verschiedenen Bewegungen von Armen, Beinen und anderen Körperteilen kann man den Körper in einem Vertikalwindtunnel in verschiedene Stellungen bringen und auch unterschiedlich hoch gleiten. Als Grundfiguren beim Bodyflying gelten das Auf- und Abbewegen, Seitwärtsbewegungen und Drehungen nach Links und Rechts in der Luft.